Grundlagen der Härteprüfung

Geschichte der Härteprüfung

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Die wichtigsten Eckdaten zur Geschichte der Härteprüfung sind folgende:

  • 1722: R. A. Réaumur entwickelte ein sogenanntes "Verkratzen" der Oberfläche von Mineralien mit Stahl.
  • 1822: Die Mohs-Skala zur Gesteinsprüfung wurde erfunden. Es handelt sich um eine zehn-stufige Ritzhärteskala für Mineralien, bei der sich jedes Material mit dem nächstfolgenden (härteren Material) ritzen lässt. Die Mohs Härtewerte werden heute noch in der Mineralogie angewendet, sind zur Ermittlung der Härte technischer Werkstoffe (Metalle) aber nicht geeignet. Die einzelnen Härtestufen sind vergleichsweise groß und weisen unterschiedlich große Abstände auf.

Härte nach Mohs

Art des Minerals

Härte nach Vickers (HV)

1

Talk

                 2 HV

2

Gips

               35 HV

3

Kalkspat

             100 HV

4

Flussspat

             200 HV

5

Apatit

             540 HV

6

Orthoklas

             800 HV

7

Quarz

          1.100 HV

8

Topas

          1.400 HV

9

Korund

          2.000 HV

10

Diamant

         10.000 HV

  • 1900: J. A. Brinell entwickelte einen Kugeldruckversuch, der später zum Brinell Verfahren wurde.
  • 1920: S. R. Rockwell entwickelte das nach ihm benannte Vorkraftverfahren zur Prüfung seiner Schiffe.
  • 1925: Das Vickers-Verfahren wurde von R. Smith und G. Sandland in England erfunden. Es ermöglichte die Mikrohärteprüfung.
  • 1939: F. Knoop, C. G. Peters und W. B. E. Emerson entwickelten im National Bureau of Standards (USA) das Knoop Verfahren.