Brinell

Brinell Methoden und Anwendungen

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Das Brinell-Verfahren eignet sich für die Härteprüfung von weichen Metallen (Leichtmetalle, Blei, Zinn) bis hin zu harten Metallen wie Stahl und Eisen.

Die Brinell-Prüfung eines Werkstoffs mit unterschiedlichen Kugeldurchmessern und Prüfkräften muss innerhalb eines Beanspruchungsgrades („Ablauf des Brinell Prüfverfahrens“) durchgeführt werden, um die gemessenen Härtewerte direkt miteinander vergleichen zu können.

Untenstehend findet sich eine Übersichtstabelle, die die Brinell-Methoden gruppiert nach Beanspruchungsgrad, dem damit verbundenen Härtebereich und empfohlenen Anwendungen (Werkstoffe) präsentiert. Je höher der Beanspruchungsgrad, desto härter sind die Metalle, die mit den Methoden innerhalb dieses Beanspruchungsgrades geprüft werden können bzw. sollten. Der gängigste Beanspruchungsgrad (Lastfaktor) ist HBW 30. Mit den Brinell-Methoden, die zu HBW 30 gehören, prüft man harte Metalle wie Stahl und Eisen.

Übersicht Brinell Methoden und Anwendungen (Werkstoffe)

Beim Brinell-Verfahren müssen die Prüfeindrücke so gesetzt werden, dass genügend Abstand zum Probenrand (Kante) sowie zwischen den einzelnen Prüfeindrücken vorliegt. Die Mindestwerte, die laut Norm dabei einzuhalten sind, finden Sie hier. Die Probe muss mindestens so dick sein, dass der Prüfeindruck auf der Probenunterseite (Auflagefläche) keine sichtbare Verformung verursacht.

Das heißt, die Probe muss laut Norm mindestens achtmal so dick sein wie die Eindringtiefe der Brinellkugel. Die Eindringtiefe lässt sich aus dem erwarteten Härtewert schätzen, der wiederum vom mittleren Eindrucksdurchmesser abhängt. Daher lässt sich die Mindestdicke der Probe in Abhängigkeit vom mittleren Eindrucksdurchmesser und dem Kugeldurchmesser des Brinell-Eindringkörpers ableiten. Eine detaillierte Tabelle, aus der sich die Mindestprobendicke für Brinell entsprechend ablesen lässt, finden Sie hier.