Grundlagen der Härteprüfung

Kategorisierung der Härteprüfung nach Lastbereichen

zurück zur Übersicht

In der Härteprüfung werden je nach Anwendungsgebiet unterschiedliche Hauptlasten (Prüfkräfte) verwendet. Je nachdem, wie hoch die Hauptlast ist, die bei der Härteprüfung auf ein Prüfstück aufgebracht wird, unterscheidet man in der ISO zwischen Mikro-, Kleinlast- oder Makrohärteprüfung.

Im Makrobereich (konventioneller Härtebereich) wird mit großen Prüflasten ≥ 5kgf geprüft, was auch zu entsprechend großen Härteeindrücken auf den Prüfstücken führt. Zu den Härteprüfverfahren im Makrobereich gehören Brinell, Vickers und Rockwell.

Von einer Härteprüfung im Kleinlastbereich spricht man, wenn die Prüflast im Intervall zwischen 0,2 kgf und 5 kgf liegt (Prüflast ≥ 0,2 kgf und < 5 kgf). Das gängigste Kleinlastverfahren ist Vickers. Die Kleinlasthärteprüfung wird vor allem für die Prüfung von Kleinteilen, dicken Schichten sowie Werkstoffen mit geringer Härte eingesetzt.

Bei der Mikrohärteprüfung werden geringe Prüflasten < 0,2 kgf verwendet, die nur sehr kleine Eindrücke auf den Prüfstücken erzeugen (gängigstes Verfahren: Vickers). Daher können mit der Härteprüfung im Mikrobereich die Härte dünner Schichten oder z. B. die Härte einzelner Kristallite bzw. Einschlüsse ermittelt werden.

Kategorisierung der Härteprüfung nach Lastbereichen