Vickers

Vickers-Methoden und Anwendungen

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Das Vickers-Verfahren lässt sich in der ISO Norm je nach Größe der Prüfkraft (und somit je nach Vickers-Methode, z. B.: HV 0,01; HV 1; HV 10) in die drei Lastbereiche der Härteprüfung unterteilen: in den Mikro-, den Kleinkraft- und den konventionellen (Makro-)Härtebereich.

Je nach Lastbereich ergeben sich unterschiedliche Anwendungen der Vickers-Methoden.

Übersicht Vickers Methoden und Anwendungen

Die Wahl der richtigen Prüfkraft (Prüflast) und damit auch Prüfmethode hängt dabei von folgenden Faktoren ab:

  • der Probengröße (die für Vickers in der Norm definierten Mindestabstände zwischen Prüfpunkten (Eindruckabstand) bzw. zur Probenkante (Kantenabstand) müssen eingehalten werden);
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  • der Probendicke (Die Probendicke muss mindestens das 1,5fache der Eindrucksdiagonalen betragen, d. h. die Mindestprobendicke muss zwischen 0,085 und 6,5 mm liegen);
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  • der Oberflächenbeschaffenheit der Probe (die Probe sollte poliert bzw. geschliffen sein; speziell bei sehr geringen Prüflasten ist eine gute Probenoberfläche essenziell für ein korrektes Messergebnis, da der Vickers-Eindruck in diesem Fall sehr klein ist und sich somit die kleinste Unebenheit auf das Messergebnis auswirken kann).

Generell ist zu beachten, dass immer mit der höchstmöglichen Prüfkraft gemessen werden sollte, um mögliche Einflussfaktoren, die das Messergebnis verfälschen könnten, zu minimieren.